Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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22. Dezember 2016


Ich bitte die geneigten Leser dieses Diariums um Pardon für gelegentliche Redundanzen, zu welchen mich gewisse Ereignisse nötigen, sofern ich sie nicht unkommentiert verstreichen lassen will. Wohlan denn:

Was macht der brave Deutsche drei Tage, nachdem ein islamischer Radikaler bei einem Anschlag zwölf Menschen getötet hat? Geht er auf die Straße gegen mörderischen religiösen Fanatismus? Aber wo! Er kämpft gegen "rechts". Das hat er schon oft geübt, etwa zu Kirchweyhe, wo dieses noble Zeichen gesetzt wurde, nachdem ein Türkischstämmiger einen Deutschen totgeprügelt hatte und "Nazis" am Tatort trauern wollten, oder in Garbsen, wo Jugendbanden mit dem berühmten edlen Hintergrund die Einwohner auf die bunteste Art und Weise, unter anderem durch Brandstiftungen, tyrannisieren und eines Tages auch eine Kirche angezündet wurde. Die Initiative "München ist bunt" – hier wieder nur als pars pro toto für mutmaßlich Dutzende vergleichbare Kaspereien erwähnt – ruft heute Abend zum "Zusammenstehen" bzw. zusammen Herumstehen "gegen nationalistische Populisten, Angstmacher und Hetzer". Warum? Die Antwort ist erschütternd simpel (wenn wir vom knalldeutschen Fundamentalismus bis in die Kataklysmen des Endsieges und noch darüber hinaus absehen, der wahrscheinlich in einem tendenziell suizidären Defekt des Nationalcharakters gründet): Von "rechts" droht den Demonstranten keinerlei Gefahr. Nichts ist wohlfeiler, als ein paar Parolen gegen die schlimmen Rechtspopulisten zu skandieren und dann mit einem guten Gefühl heimzugehen. Es kostet nicht das Geringste und befriedigt schlichte Gemüter zuverlässlich. Eine Kundgebung gegen den radikalen Islam indes könnte den einen oder anderen virilen Kontrahenten auf den Plan rufen. Und darauf sind unsere effeminierten und durchpazifizierten Aktivisten nicht eingerichtet. Nie würden sie gegen den islamischen Terror, gegen Salafisten und Wahabiten auf die Straße gehen oder auch nur in Berlin-Neukölln, Bonn Bad Godesberg, Essen oder Duisburg-Marxloh für die Menschrechte in Saudi-Arabien und im Iran oder für Frauenrechte, die Schwulenehe und andere linke Lieblingsthemen demonstrieren. Es sind Wichtel, die sich wohlfühlen wollen, ihr ganzer "Kampf gegen rechts" ist Bestandteil eines Wellnessprogrammes und wenig außerdem.

Feigheit ist der Universalschlüssel zu den Narreteien dieser sturmreifen Zivilgesellschaft. Es ist schwer, der Versuchung zu widerstehen, diesen penetranten Narren Erfolg zu wünschen.