Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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28. Dezember 2016


In Deutschland gab es 2015 insgesamt 2,5 Millionen Verkehrsunfälle. Bei 37.450 Unfällen stand mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss. Alkohol war bei 4,1 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden eine der Unfallursachen. 7,4 Prozent aller tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer in Deutschland starben infolge eines Alkoholunfalls.

Das heißt: 98,5 Prozent aller Verkehrsunfälle wurden von nüchternen Personen verursacht. 13 von 14 Getöteten gehen auf das Konto von nüchternen Fahrern.

Personen, die unter Alkohol stehen, fahren risikofreudiger, schneller und oft auch aggressiver als nüchterne. Nüchterne Fahrer sind deshalb als Vergleichgruppe für das Unfallrisiko ungeeignet. Vergleicht man indes die Unfallbilanz angetrunkener Fahrer mit jener von anderen angetrunkenen Fahrern, ergeben sich kaum Unterschiede. Angetrunkene Kfz-Lenker sind im Straßenverkehr nicht gefährlicher als andere angetrunkene Kfz-Lenker.

Das Vorurteil gegen alkoholisierte Fahrer ist populistisch und schürt Ängste. Die überrepräsentierte mediale Darstellung von Unfällen unter Alkoholeinfluss hat dazu geführt, dass viele Menschen angetrunkenen Fahrern aus dem Wege gehen oder nicht zu ihnen ins Auto steigen wollen. Dabei produzieren nüchterne Fahrer weit mehr Verkehrsopfer, auch wenn das oft verschwiegen oder als normal verbucht wird. Außerdem verursacht keineswegs jeder Alkoholisierte automatisch einen Unfall. Hier tut Aufklärung bitter not.

Das Alkoholverbot am Steuer ist mit einer offenen, toleranten, bunten Gesellschaft nicht vereinbar. Es stigmatisiert und stellt angetrunkene Fahrer unter einen Generalverdacht. Im Internet und vor allem auf Facebook kursieren immer mehr Hass-Postings, die vor Alkohol am Steuer warnen und alkoholisierte Fahrer beschimpfen. Dagegen muss die Bundesregierung vorgehen.

Das Alkoholverbot gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.