Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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4. Januar 2017


Am 8. Dezember bat ich an dieser Stelle um eine "statistische Tiefenbohrung" in Sachen Flüchtlingskriminalität durch die Leser dieses Diariums. Die meinerseits erhofften durchgestochenen Interna aus Behörden blieben aus – in Zeiten von Masi und Mailkontrolle nicht verwunderlich; vielleicht ist mein Anonymisierungsversprechen auch nicht hinreichend; ich erhöhe auf: Anonymisierungsschwur! –, das zu befürchtende Resümee der wenig aussagekräftigen veröffentlichten Statistiken trat ein. Dutzende Leser zählten und werteten sie gleichwohl aus bzw. schickten Links zu dergleichen Auswertungen. Viele Leser schrieben hochinteressante Briefe zum Thema. Fazit: Selbstverständlich sind Flüchtlinge nicht krimineller als Deutsche, sie begehen nur deutlich mehr Straftaten. Mehr dazu lesen Sie bitte hier.

PS: Die besten Links kamen erst, nachdem diese Seite online ging. Der erste betrifft die Verurteiltenstatistik des Statistischen Bundesamtes der Jahre 2007-2014, Deutsche und Ausländer gesondert aufgeführt, wenngleich nicht nach Ethnien getrennt, hier. Der in einer Leserzuschrift bereits erwähnte Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch hielt Anfang Dezember 2007 im Kloster Banz vor einem Auditorium von jungen Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung diesen singulären Vortrag über die Relation zwischen Ausländern, speziell muslimischer Herkunft, und Deutschen bei Straftaten. Sein Resümee – Orientalen, vor allem arabischer Provenienz, sind weit krimineller als Deutsche – ist so evident wie unerlaubt, weshalb der achtbare Staatsdiener nach dem Vortrag versetzt wurde (nachzulesen hier). Manchmal beginne ich, an Verschwörungstheorien tatsächlich zu glauben.



Sehr vergnüglich wie beinahe gewohnt die beim Tagesspiegel für Altjungfernpornos zuständige Redakteurin Andrea Dernbach (hier oder hier) mit diesmal einem Interview unter dem sinnigen Titel: "Frauen mit Kopftuch machen Erfahrungen wie Frauen in den 70er Jahren" (hier). Welche Erfahrungen aber machen Frauen in gewissen Gegenden oder zuweilen gar auf öffentlichen Plätzen ganz ohne Kopftuch (wie die Medien in den nächsten Tagen melden werden, auch an diesem Jahrewechsel wieder)? Da muss man speziell in good old Germany zeitlich weit zurückmetaphern: Wie um 1945? 1630? Nein, nein, soo schlimm ist es nicht mal ansatzweise, um auch nur ahnungshalber solche Erfahrungen zu schließen, müssten die Holden schon in die Herkunftsländer derer reisen, die ihnen hier & heute elanvoll und unaufgefordert an die "Speckmusch" (E. Henscheid) gehen.

Frage am Rande: Machen eigentlich Frauen mit Kopftuch bei der Nobelpreisverleihung inzwischen andere Erfahrungen als in den 70er Jahren?