Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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21. Mai 2019


"Man weiß nie, wann der Tanz losgeht und man sich wieder einen Ring durch die Nase ziehen muß, um nicht aufzufallen."
(Albert Vigoleis Thelen, Anfang der 1950er Jahre auf 1933 zurückblickend)



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Vorschlag für einen PR-Claim: "Die Grünen. Das bewährte Mittel gegen Heimweh."



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Freund *** weist mich darauf hin, dass der alte weise und leider auch – anders als Beethoven – weiße Goethe, der in der Klassischen Walpurgisnacht Vieles zu schildern und zu assoziieren weiß, dortselbst sogar der Kanzlerin höchstherziges "Nun sind se halt da" vorformuliert hat; sollte unsere Fremdenführerin womöglich erstmals bei einem Zitat aus dem Bildungskanon derer, die schon länger hier leben, ertappt worden sein?

Chor der Pygmäen (!):

"Haben wirklich Platz genommen,
Wissen nicht, wie es geschah,
Fraget nicht, woher wir kommen,
Denn wir sind nun einmal da!
Zu des Lebens lustigem Sitze
Eignet sich ein jedes Land;
(...)
Doch wir finden's hier zum besten,
Segnen dankbar unsern Stern;
Denn im Osten wie im Westen
Zeugt die Mutter Erde gern."

(Vers 7606ff.)



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Sollte Familien- und Frauenministerin Franziska Giffey, SPD, zurücktreten, wenn sie den Doktortitel verliert?, fragt die BZ. Wenn sie ihren Titel verliert, woran niemand zweifelt, dann deshalb, weil sie gestohlen hat (oder ihr Ghostwriter, das ist in diesem Falle einerlei), nämlich fremder Leute geistiges Eigentum. Wer stiehlt, ist ein Dieb bzw. Sozialist. Ein Dieb müsste normalerweise sein Amt niederlegen. Ein Sozialist indes muss nicht nur nicht, er wird sich hüten! (Mehr und Tieferschürfendes dazu hat Alexander Wendt hier niedergeschrieben.)

 
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Heute morgen fand ich in der Mailpost diesen Anruf des Guten und Edlen, das man das Menschliche nennt, obwohl es gut ist und edel:

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Wahlalternativensterben von seiner schönsten Seite, um einen deutsch-türkischen Schelm als Eideshelfer aufzurufen. Helau!


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Den "System-" (A. Hitler) oder "Altparteien" (Cl. Roth), die der AfD-Vorsitzende J. Meuthen "Kartellparteien" nennt, was er weiland im Stuttgarter Landtag sehr anschaulich mit einem Vergleich aus seinem Fach, der Ökonomie, begründete, wo von Kartellbildung gesprochen werde, wenn sich mehrere Unternehmen gegen einen Mitbewerber zusammenschlössen, diesen Parteien also, vom Betreiber des Eckladens am liebsten aus Ostalgie und Dallerei "Blockparteien" geheißen, geht, wie man sagt, ziemlich die Muffe, weniger weil der Oppositionspartei bei der EU-Wahl bedrohliche Zuwächse prophezeit werden (so schnell schießen die regierungsfrommen Deutschen nicht, außer vielleicht im Herbst bei den Landtagswahlen zu Sachsen, dort könnte es vergnüglich werden), sondern weil sie ja selber wissen, welche Zerstörungen des buchstäblichen sowie des Humankapitals der Deutschen sie in 13 Merkeljahren angerichtet, beklatscht oder zumindest geduldet haben.  

Ich liste hier einfach ein paar repräsentative Meldungen, die heute morgen noch in meinem Mailfach lagen:

Großholbach
Kirche im Westerwald geschändet: Unbekannte randalieren und urinieren auf Bänke
Großholbach. „Das tut weh. Das sind Werte, die einfach mit den Füßen getreten werden“, zeigt sich Michael Kohlhaas schockiert. Großholbachs Ortsbürgermeister kann am Sonntag immer noch nicht fassen, was da in der Nacht von Freitag auf Samstag in seiner Gemeinde passiert ist. Bisher unbekannte Täter sind in die Kirche Heilige Dreifaltigkeit in der 990-Seelen-Gemeinde eingebrochen und haben dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

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> In einer Kleinstadt im Westerwald drangen unbekannte, aber keineswegs unzuordenbare Täter in eine Kirche ein und hinterließen dort, neben Urinlachen, "eine Spur der Verwüstung" (hier).

> In Offenburg schlug und trat ein bewegter Neubürger anlasslos und angeblich unter "Allahu akbar"-Rufen auf einen schwerkranken Rentner ein, "auch dann noch, als der bereits am Boden lag. Er zertrümmerte seinem wehrlosen Opfer den Schädel. Der krebskranke Senior verlor dabei sein Augenlicht auf der linken Seite. Er liegt nach wie vor auf der Intensivstation, ist nicht ansprechbar" (hier). Nach einigem Hin und Her entschieden sich die sogen. Sicherheitsbehörden, den einschlägig polizeibekannten Schutzsuchenden dem Risiko eines Gefängnistraumas und erneuter Flucht auszusetzen.

(Man hat sich an solche Meldungen, deren jede einzelne längst ausreichen müsste, damit die dafür verantwortliche Übergeschnappte endlich ihre Demission einreicht, derart gewöhnt – wie an dieser Stelle am 16. Mai ausgeführt: Schutzsuchende haben hierzulande bereits mehr Menschen umgebracht als Honeckers Grenzschützer –, dass sie allenfalls noch unter "Vermischtes" laufen; Sondersendungen gäbe es nur, wenn ein deutscher Neonazi einem unverhofft Hereingeschneiten den Schädel einschlüge. – Madame, langweile ich Sie? Ich wäre untröstlich!)  

> Obwohl zwei afghanische Totschläger jeweils zu über einem Jahr Gefängnis – ohne Bewährung! – verurteilt wurden, rastete ein Bruder des willkommenskulturell unglücklich zu Tode Gekommenen im Gerichtssaal aus. Die Schwestern indes verhielten sich so, wie die Bundesregierung es wünscht: Sie weinten (hier). Nun müssen sie nur noch den Kampf gegen diejenigen rassistischen Hetzer aufnehmen, denen solche unglücklichen Einzelfälle ein gefundenes Fressen sind.

> "Versorgungskosten für Flüchtlinge steigen auf Rekordhoch", hetzt das rechte Krawallblatt Junge Freiheit mit Zahlen der Bundesregierung. Laut dem Regierungsbericht über die "Flüchtlings- und Integrationskosten" betrugen sie im vergangenen Jahr 23 Milliarden Euro. 7,9 Milliarden wurden für die "Bekämpfung der Fluchtursachen" ausgegeben, ohne dass jemand die Hauptursache in der Willi-Brandt-Str. 1, Berlin-Mitte, auch nur scheel aus der Nähe ansah. Hartz-IV-Zahlungen für Asylbewerber sollen über vier Milliarden Euro ausgemacht haben.

> "Das 4600-Milliarden-Fiasko – Eine hochkarätige und politisch unverdächtige Studie entlarvt den süssen Traum der Energiewende als ökonomischen und ökologischen Albtraum. Doch was nicht sein darf, kann nicht sein" (hier). So etwas erfährt Deutschdödel nur aus dem Schweizer Westfernsehen. Die Zürcher Weltwoche ist zur Strafe vor kurzem von Faschisten auf der Suche nach dem "Anti-" attackiert worden. 

Diejenigen, die solche Zustände, in denen dergleichen Meldungen zum normalen Hintergrundrauschen gehören, zu verantworten haben, wollen nicht, dass die Opposition gewählt wird. Würde ich an ihrer Stelle auch nicht wollen. Alle Hysterie und alle Drohungen, die wir gerade erleben, vom CO2-Flagellantentum über die Oppositionsschmähung auf allen Kanälen bis zur Ibiza-Stasi und den Facebook-Sbirren, sind Symptome der wachsenden Panik eines Establishments, in dem die Angst umgeht, dass ihm die Rechnung präsentiert wird für die Folgen der von ihm mitgetragenen Politik, weshalb auch schon unser aller begabter Bundespräsident davor warnt, an Verschwörungstheorien zu glauben, die behaupten, es gäbe eine intendierte Politik und Menschen, die dafür verantwortlich seien. Wie sagte der schnuckelige Donald in Übersee: It's payback-time! "Ich freu mich drauf!" (KGE)

                          
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Spiegel online berichtet über irgendeine Plauderrunde der deutschen Parteivorsitzenden zur Europawahl und schließt:

"Was bedeutet Europa den Parteichefs ganz persönlich? Hier wurden die unterschiedlichen Positionen noch einmal deutlich. Europa als...

– bester Ort, an dem man auf diesem Planeten leben kann.
– das Beste, was Europa je geschaffen hat.
– Selbstverständlichkeit und Wunder.
– Heimat, in der es uns noch nie so gut ging wie heute.
– Garantie für Werte und Wohlstand in einer Welt im Wandel.
– Zweckgemeinschaft."

Der beste Ort, an dem man auf diesem Planeten leben kann, das mag – noch – der Fall sein, freilich arbeiten die EU-Eliten hart an der Afrikanisierung, Islamisierung, Deindustrialiserung, kurzum: Bananenrepublikanisierung der europäischen Länder. Europa sei das Beste, was Europa je geschaffen hat – das kann nur die Grüne oder die Rote gesagt haben; ich schlage vor, die beiden lassen es sich dorthin tätowieren, wo andere ein sogenanntes Arschgeweih tragen. Europa als Selbstverständlichkeit und Wunder? Wunder: ja. Aber eben nicht selbstverständlich. Eine Heimat, in der es uns noch nie so gut ging wie heute, ist erstens, was die BRD betrifft, gelogen, und zweitens ziemlich tollkühn aus dem Munde von Leuten, die durch ihre Poiltik der Entgrenzung den Europäern die Heimat Stück für Stück nehmen. Und so weiter. Was zuletzt die "Zweckgemeinschaft" betrifft: Da hat offenbar der AfD-Mann nun selber die EU mit Europa verwechselt.
"Man merkt auch bei anonymisierten Antworten, wer wofür steht – und wer gegen die europäische Idee", resümiert Spiegel online. "Wobei man auch da sehr vorsichtig sein sollte, ganz schnell mit einem Urteil dabei zu sein."


Ich will gebotenerweise noch einmal wiederholen, was die genuin europäische Idee ist. Es ist die Idee des Individuums. Sie wurde geboren in Griechenland, wo uns im Menschheitsfrühling der Antike erstmals das europäische Individuum entgegentritt. Sie lud sich auf mit der christlichen Verkündigung, dass jeder Mensch eine unsterbliche Seele besitzt. Sie verschmolz mit dem römischen Recht, das die Institution des Eigentums verkündete, ohne die es keine Freiheit geben kann. Die Rechtsordnungen, die ab der frühen Neuzeit auf dem europäischen Kontinent galten, darf man bis heute getrost als römisches Recht bezeichnen. Die Idee des freien Individuums erblühte in der italienischen Renaissance, und sie erhielt ihr philosophisches Fundament durch die Denker der Aufklärung. Das waren überwiegend Franzosen, Engländer* und Deutsche. Die Individualisierung des Menschen, seine Befreiung zum selbstbestimmten Leben, ist ein gesamteuropäisches Projekt. Und es wurde ab dem 18. Jahrhundert zum europäischen Exportschlager.

Mit der zentralistischen, vormundschaftlichen, den Plänen der Globalisten entgegenarbeitenden EU hat das sehr wenig zu tun.

* Jaja, lieber Leser ***, auch Schotten (Hume, Smith) und Iren (John Toland), ich habe sie kulturunsensibel nur wegen der Sprache in welcher sie aufklärten, unter Engländer rubriziert, aber sie waren ja immerhin brave Untertanen Ihrer Majestät.


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Apropos: Leserin *** sandte mir folgende dem Geiste der Aufklärung (nicht des Aufklärichts!) verpflichtete Tableaus zu:

Flüchtlingskrise verstehen Teil 3

Weitere Tableaus – aus Platzgründen verlinke ich – finden Sie hier und hier.