Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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5. August 2019


Die AfD-Bundestagsabgeordnete Verena Hartmann hat nach der "Tragödie in Frankfurt" (gesamtgesellschaftliche Konsensformulierung) den Tag von Angela Merkels Geburt (17. Juli) verflucht und ist für diese Verwechslung vielfach gescholten worden. Offizieller Verfluchungstermin ist nach wie vor der Tag der Geburt von Donald Trump (14. Juni).


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Im Vorwärts erklärt ein SPD-Pfarrer, wie man sich nach einer "Tragödie" angemessen zu verhalten hat: Trauer, Anteilnahme, Innehalten, Fassungslosigkeit. Keine Schuldfragen stellen (außer wenn der Täter weiß ist). Auch sonst keine dummen Fragen stellen, nach politisch Verantwortlichen schon gar nicht. Trauer. Fassungslosigkeit. Nach dem Innehalten vielleicht Kerzen aufstellen. Mit "mürrischer Indifferenz" (Herfried Münkler) auf die nächste Tragödie warten. Dass sie einen selber trifft, ist ja unwahrscheinlicher als ein Haushaltsunfall.