Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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30. September 2019


"Es gibt nur einen Friday for Future: den Karfreitag."
Alexander Pschera


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Unser Außen- und ehedem Justizminister belieben, auf Instagram Folgendes mitzuteilen:


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Ob unser Heiko weiß, wen er da zitiert – im Original: "Pas de liberté pour les ennemis de la liberté!" –, und was dieser zweifellos begabte junge Revoluzzer, Propagandist und Kopfabschneider auf sein Kerbholz geladen hatte, bevor er selber aufs Schafott stieg (was wir dem Heiko natürlich weder wünschen noch prophezeien wollen)?
.

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Dass "wir" Papst waren, wissen Sie schon, geneigter Besucher meines kleinen Eckladens, aber wissen Sie auch, dass das Bundesjustizministerium (und nichts außerdem) Rechtsstaat ist (und nichts außerdem)?

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"Framing ist in der Rechtskunde bisher wohl nur in totalitären Systemen gepflegt worden", notiert Leser ***, der mir dieses Foto sandte. Warum eine solche Kampagne gerade jetzt läuft, kann sich jeder Freund der Rechtleitung an den Fingern abzählen.


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Klimaexperten warnen: Wir haben höchstens noch zwölf Jahre Zeit, bis die Welt in neuen Untergangsprognosen ertrinkt. Das ist wissenschaftlicher Konsens. Wenn wir nichts unternehmen, müssen wir in zwölf Jahren einen neuen Termin für den Weltuntergang finden. Das ist eine sehr bedrohliche Situation, aus der wir uns nur retten können, wenn wir die Kontrolle über die Wirtschaft unmittelbar den Regierungen überlassen und unseren Lebensstil so ändern  dass neue Prognosen unnötig sind. 


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Mitunter sind auch harte, aber gerechtfertigte Boykottmaßnahmen angezeigt.

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Deutsche, wehrt euch! Kauft nicht beim Klimawandelleugner!


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Leser *** schickt seiner Nachricht vom 26. einen Nachtrag hinterher. Das ARD-Magazin Kontraste hatte eine Auswertung über die Anwesenheit von Bundestagsfraktionen bei namentlichen Abstimmungen vorgenommen, "welche ich neugierigerweise nachvollzogen habe. Um der AfD die besagte Schlagzeile zu besorgen, musste Kontraste einen bestimmten Zeitraum wählen und nicht die gesamte aktuelle 19. Wahlperiode (Kopie aus der Datei):

VERGLEICH DES GEWÄHLTEN ZEITRAUMES mit den NICHT GEWÄHLTEN ZEITRÄUMEN

 

für den Anteil nicht abgegebene Stimmen je Fraktion

   
         

Fraktion/Gruppe

vor Kontraste-Zeitraum (40)

Kontraste-Zeitraum (66)

nach Kontraste-Zeitraum (6)

ganzer Zeitraum (112)

CDU/CSU

6,07%

8,64%

8,27%

7,70%

SPD

7,43%

10,39%

14,80%

9,56%

AfD

9,24%

13,57%

15,38%

12,12%

FDP

6,44%

12,95%

13,13%

10,64%

DIE LINKE.

13,84%

12,74%

26,57%

13,87%

BÜ90/GR

6,57%

9,16%

11,44%

8,36%

Fraktionslos

20,00%

39,35%

54,17%

35,63%

         


"Ob der Nach-Kontraste-Zeitraum für die ARD auswertbar gewesen wäre, bezweifle ich, weil diese Sitzung mit 6 Abstimmungen am 26.9. stattfand, dem Tag des Artikels. Trotzdem hat es schon ein Geschmäckle. Selbst ohne die letzte Sitzung wäre die Linke die Fraktion mit den häufigsten nicht abgegebenen Stimmen."



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Gestern lud mich ein Freund auf die Wiesn vor, in eines der Festzelte, Puristen fragen bitte nicht, welches, und während wir lärmumtost & quietschvergnügt, in die Betrachtung der zahllosen Dirndlträgerinnen vertieft, den Gerstensaft in unsere Leiber rinnen ließen, einigten wir uns darauf, dass in zwei von drei möglichen künftigen Regierungssystemen – sowohl der grünsozialistisch-klimaneutralen Erziehungsdemokratur als auch dem Kalifat – das Oktoberfest verboten werden muss, wegen des schamlosen öffentlichen Alkoholgenusses, wegen des maßlosen Fleisch- und speziell Schweinefleischverzehrs, wegen des obszönen Frauenfleischvorzeigens und der erwünschten sexuellen Belästigung, wegen der ungeheuren Stromverschwendung für Gaudi und Gomorrha, wegen der gottlos frivolen Fröhlichkeit, wegen des unverantwortlich hohen Ausstoßes von Methan (Huch!) und Kohlendioxid (Prösterchen!), und last but not least weil die Wiesn eine Bargeldzone ist.


                                    ***


Was uns zur Monatsendfigur führt, denn schon wieder ist ein Umlauf beendet und perdü.

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Allerdings verhält es sich so, dass Leser *** vor einigen Tagen meine Aufmerksamkeit auf die Webseite eines ukrainischen Frauenfotografen lenkte, dessen Bilder (etwa das, das oder jenes) in der Tat von einer bemerkenswerten Schönheit und sinnlichen Reinheit sind, und da es sich um ein Kompendium von Monatsendfiguren handelt, weise ich nun meinerseits darauf hin. Die erotische Frauenfotografie ist im Westen ja immer mehr gen Coolness und Glätte abgedriftet, und es ist eine bemerkenswert verquere Leistung, attraktive Frauen so abzulichten, dass man keine Lust auf ihre zumindest theoretische Inbesitznahme verspürt (ungefähr als wenn ein Gastronomie-Fotograf die Speisen so aufnimmt, dass man keinen Appetit bekommt). Bei unserem ukrainischen Freund dagegen sind die Maiden nicht cool, abweisend und glatt, sondern temperiert, appetitlich und nahbar.

Wie immer zum Monatsende geht auch heute wieder der Klingelbeutel um, mit einem Vergelt's Gott! an all diejenigen, die ihn in den vergangenen Wochen gefüllt haben; alle anderen klicken bitte hier.