Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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30. Oktober 2019


Kommt Zeit, vergeht Rat.


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Der progressistische Intellektuelle hat zwei Maximen: Alles, was sich nicht exakt definieren lässt, existiert auch nicht, und alles, was sich definieren lässt, ist konstruiert.


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Merksatz: Es gibt keine gesellschaftliche Struktur, die nicht von ethnischen Loyalitäten geprägt ist.

(Nein, die Fremdenlegion ist keine "gesellschaftliche Struktur"; ja, auch die katholische Kirche ist von ethnischen Loyalitäten geprägt, in jeder jeweiligen katholischen Ethnie.)


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Ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeitgenossen scheint derzeit in Greta Thunberg eine Art Weltretterin zu sehen. Wer einem Menschen ins Antlitz blicken will, der tatsächlich die Menschheit gerettet hat, bitte:

Vasili Arkhipov

Ich war damals zwei Monate alt.  

Gott segne Sie, Wassili Alexandrowitsch.


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Leser ***, Jurist, schreibt "zu Ihrem Hinweis darauf, dass viele Politiker höhnisch in jedes ihnen hingehaltene Mikrofon sagen, man dürfe Höcke lauf Gerichtsbeschluss als 'Faschist' bezeichnen: Dem lässt sich nicht nur entgegenhalten, als was man Renate Künast laut Gerichtsurteil bezeichnen darf – dieser Hinweis ist wohl nicht sehr nachhaltig, da mit einer Aufhebung des Urteils in der nächsten Instanz zu rechnen ist. Aber im Hinblick darauf, dass Söder tönt, die AfD sei 'die neue NPD', sei daran erinnert, dass man nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die CSU als 'die NPD von Europa' bezeichnen darf (sofern es um eine politische Auseinandersetzung und nicht um eine reine Schmähkritik geht) – BVerfG, Beschluss vom 22.6.1982 – 1 BvR 1376/79. Von der Meinungsfreiheit ist es eben gedeckt, den größten Blödsinn zu behaupten, soweit es um Meinungen, also Wertungen, und nicht um falsche Tatsachenbehauptungen geht."



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Zu den Unruhen in Chile (Acta vom 29.) sendet Leser *** diesen Tweed der chilenischen Antifa:

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Zu deutsch: "Ich habe keine Zweifel, am 11. September 1973 hat Chile die Freiheit gewählt. Die Streitkräfte haben auf den Ruf des Volkes reagiert und Salvador Allende gestürzt. Sie hatten es satt, in einer marxistischen Diktatur zu leben. Wenn Chile heute nicht Kuba oder Venezuela ist, haben wir das diesem Tag zu verdanken."

Der zitierte Herr Kast, erläutert ***, "war Kandidat für die Präsidentschaftswahl in Chile 2017. Seit 2018 ist er Mitglied der rechten Bewegung Acción Republicana. 2019 gründete er die chilenische Republikanische Partei und die Denkfabrik Republikanische Ideen. Kasts Eltern, Michael Kast Schindele und Olga Rist Hagspiel, sind aus Bayern eingewandert und haben nach ihrer Ankunft in den 1950er Jahren eine Cecina-Fabrik (Cecina ist ein Trockenfleisch vom Rind) und ein Restaurant gegründet. Sie hatten 9 Kinder."

In Kuba und Venezuela gibt es keine Antifa. Dort regiert(e) sie.



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So viele Nachkommen haben toxische Weiße heute gottlob kaum mehr, aber die übrigen könnten Probleme machen, wenn sie nicht von kleinauf umerzogen werden. Zum Beispiel hierzulande vom Schwarzen Kinderkanal, der, worauf mich Leserin *** hinweist, "seine Kinder-Reporter seit Jahren in einem T-Shirt auf Sendung schickt, auf dessen Vorderseite ein stilisiertes Reporter-Mädchen im Tschador gedruckt ist":

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Weil der Tschador eben das ultimative Symbol für Frauenfußball und vor allem für die befraute Raumfahrt ist; das Ding sieht ja aus wie ein Astronautinnenhelm für den Kurztrip ins offene All resp. zu Allah. Die Frage lautet, wie lange sich die normalen autochthonen Westeuropäer die tägliche Piesackerei mit angeblich multikultureller, antirassistischer, antisexistischer, tatsächlich aber vor allem gegen ihre eigene Kultur gerichteter Symbolik – und beileibe nicht nur Symbolik – gefallen lassen. Ich halte solche Details ja für gezielte Provokationen, die alle nur das eine Ziel haben, dass Leute durchdrehen und verbal oder real Amok laufen, damit man den Kampf "gegen rechts" – also für mehr Internationalsozialismus – forcieren und populistische Parteien mit Verboten überziehen kann.

 
PS: Leser ***, Creative Director eines Design-Studios, wendet ein: "Auch wenn ich zahlreichen Medienschaffenden alles mögliche an subkutaner Agitprop zutraue – aus meiner Tätigkeit als Characterdesigner heraus zweifle ich extrem daran, dass das Maskottchen der Kinderreporter eine Figur im Tschador darstellen soll.
Simple Figürchen, aufs äußerste Abstrakte reduziert, bei denen Kopf und Unterleib nahtlos ineinander übergehen, oder solche, bei denen das Gesicht in einem Ganzkörperoverall zu stecken scheint, sind seit längerem schon Trend. Die jährlich stattfindende Characterdesignausstelung 'Pictoplasma' in Berlin gibt einen guten Eindruck davon, ich habe ein paar Beispiele dieser eMail angefügt.

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In diesem Gestaltungstrend sehe ich auch das Kinderreporter-Figürchen. Gegen die Tschador-These spricht auch, dass ostentativ Hosenbeine und Füße zu sehen sind, was ja beim Tschador nicht der Fall ist, und dass einem Tschador-tragenden Mädchen wohl kaum gestattet würde, als Reporterin wildfremde ungläubige Männer auszufragen.
Ich vermute deshalb hinter der vermeintlichen Tschador-Sichtung eher eine überreizte Psyche – ähnlich jener, die bei anderer Gelegenheit hinter allen möglichen Alltagsobjekten absichtsvoll versteckte Nazi-Referenzen zu erkennen glaubt."

Das will ich gern zugestehen, doch diese Argumentation überzeugt mich letztlich nicht. Es gehört ja zum Glaubensglutkern der Mulkul-Fraktion, dass sich alles irgendwie miteinander verbinden und verrühren lässt und man diese Botschaft den Idioten da draußen im Land in täglichen kleinen Dosen – nach Art der chinesischen Wasserfolter – verabreichen muss. Der Claudi-Roth-Islam ist ja lieb und bunt und exotisch, da wird niemand unterdrückt, ausgepeitscht oder geköpft. Und deswegen trägt die Claudi, wenn sie die bärtigen Onkels dort hofiert, ein Kopftuch (obwohl gerade sie wie geschaffen wäre für den Niqab), aber trotzdem Hosen, wie eine echte kunterbunte Kinderreporterin...
 
 
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Nachtrag: Leser *** weist mich darauf hin, dass es mehrere Versionen des "Kika Kinderreporter"-T-Shirts gibt; bei einigen ist das Haar der Figuren zu erkennen, also unbedeckt:

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Ein weiterer Hinweis sei das Violett der Kopfbedeckung bei den anderen T-shirts. In den meisten Emoji-Zeichensätzen werde das Kopftuch in dieser Farbe dargestellt.

"Ikonographisch", schließt ***, "dürfte damit alles klar sein."


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Im Übrigen hat der Kinderkanal schon Beiträge ausgestrahlt, die in ihrer Islamophilie ganz den Eindruck erweckten, als seien sie von deutschen Tschador-Trägerinnen verfasst worden. Zum Beispiel erklärte Kika im November 2015 seinem juvenilen Publikum, die Terroranschläge von Paris seien im Grunde eine verständliche Reaktion auf, erstens, den Kolonialismus und, zweitens, die Deklassierung der Muslime in Frankreich (beachten Sie auch hier die im Stile der Kinderreporter gestalteten Piktogramme der Terroristen; es scheint Methode zu haben, wenn kein Haar zu sehen ist). Im November 2017 zeigte der Kanal eine Dokumentation über die Beziehung der sechzehnjährigen hessischen Schülerin Malvina zu einem syrischen Flüchtling namens Diaa, wobei zum einen die nachträgliche Korrektur von Diaas Alter (von 17 auf 19) Anstoß erregte, zum anderen die Ansichten des Buben, der hier gastlich aufgenommen und alimentiert wurde, sich aber keineswegs wie ein Schutzsuchender aufführte, sondern das deutsche Mädchen praktisch als Willkommensgeschenk betrachtete, das nach seiner Pfeife zu tanzen habe und dem er seine Glaubens-, Speise-, Verhaltens- und Bekleidungsvorschriften aufdrücken könne – wäre die Musterbeziehung mitsamt der Seele von Malvina nicht in die Brüche gegangen, könnte heute vielleicht ein Kinderreporter mit Tschador-T-shirt eine bekopftuchte Malvina interviewen, sofern Gevatter Diaa nichts dagegen gehabt hätte.



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Danisch zitiert in seinem Blog – in einem Eintrag, der sich mit dem Film "Joker" beschäftigt und feststellt, dass alle sympathischen Figuren darin "Farbige", alle abstoßenden, abartigen Verlierentypen dagegen Weiße sind – die interessante Zuschrift eines Lesers aus Südafrika:


"Die verfolgte Mehrheit – meinereiner, da Hetero & Mann – ist mit einem gewissen Anspruch an sich selbst angetreten. Diesem Anspruch wird ein Großteil von uns nicht gerecht; ich kenne nur noch Wenige, Superopportunisten, die noch ganz oben auf der Welle schwimmen. Das sind in den allermeisten Fällen widerliche Zeitgenossen, völlig rückgratlos. Der Rest begnügt sich mit dem Erreichen des Minimalziels, in der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden.

Ganz langsam merken aber viele in meiner Generation (= 30 Jahre, also die im Alter zwischen 25 und 55) – und es werden täglich mehr –, dass sie trotz aller Anstrengung keine reelle Chance haben. Es wird von – ja, von wem eigentlich? – wissentlich und willentlich verhindert, daß diese Kaste von mittelalten weißen Männern im Bezug auf das, was sie sich vorgenommen, reüssiert.

Der Daseinskampf war schon früher hart, überall. Aber vorher gab es erst wenige konkrete Verhinderungsstrategien gegen die Mehrheit. Wer sind dann die Nutznießer dieser Kampagne? Jene, welche von weißen Heteros mit Recht verachtet werden, weil sie aus verschiedenen Gründen nicht so viel hinkriegen oder wenn, indem sie die Spielregeln verletzen (Araber, Afrikaner, Latinos); zB durch Drogenhandel. (...)

Es ist bei uns also das durchaus begründete Überlegenheitsgefühl einer Kaste, welche die meisten Opfer für die Gemeinschaft bringt, das verletzt wird. Man fühlt sich von vorn bis hinten verarscht. Wenn dahinter auch noch System steckt, und das tut es, wandelt sich die Energie, die man sonst voll und ganz auf das eigene Fortkommen und Erhalt der Familie richten würde, in Frust und Wut auf die Verhinderer. Das ist nur eine Frage der Zeit, bis das hochgeht. Deswegen reagiert das System so panisch auf die AfD in Thüringen.

Die 'toxische Männlichkeit' fühlt sich von Höcke nicht nur nicht abgestoßen, sondern hebt ihn auch noch in den Sattel. Man beachte: ca. 28% der Leute zwischen 25 und 55 haben den gewählt. Et voilà.

Jordan Peterson, der ganz leicht halbseidene, hellsichtige Glitzerschamane, sieht das m. A. nach richtig voraus: Er fürchtet den Backlash einer gut ausgebildeten, kriegserprobten, bis an die Zähne bewaffneten, unterprivilegierten weißen Mehrheit, die bei der nächsten Depression nichts mehr zu verlieren haben. Das schwappt auch auf Europa über. Meine Prognose über den Ausgang: Sezession in Amerika; Untergang der EU; Auflösung der NATO; Wiedererstarken Russlands in Europa; Jahrelanger Bürgerkrieg.

Macht Euch auf etwas gefaßt."



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Heiter und gülden ist nun auch der Oktober ins Land gegangen. Zur Monatsendfigur denn. "Ich sage Frau'n, denn ein für allemal/Denk ich die Schönen im Plural", spricht der Teufel im Opus Magnum des deutschen Nationalsexisten. Tatsächlich verhielt es sich vor Zeiten so, dass der arme Paris völlig außerstande war, sich zu entscheiden, und der Krieg aus ganz anderen Gründen ausbrach. Ungefähr wie hier.

Wie stets zum Monatsende macht wieder der Klingelbeutel die Runde, mit einem herzhaften "Vergelt's Gott!" an die Adresse all derer, die ihn im vergangenen Umlauf zum Tönen brachten; alle anderen klicken bitte hier.

(Uups, ich merke eben, ich bin einen Tag zu flott, aber da ich im November urlaube, um ein Buch zu schreiben, bitte ich um Toleranz.)