Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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4. Februar 2020


Der Allerbarmer hat wohl meinen Spott über die grippeängstlichen Mundschutzkäufer zum Anlass genommen, mir zur Ermahnung und Belehrung ein Virus zu senden. Eigentlich wollte ich den Eckladen wegen des Fiebers schließen (dessen Einzug immer auch etwas Festliches hat), doch nun kann ich nicht mehr schlafen; wenden wir uns also den anderen, weniger ambivalenten Plagen zu.


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Die Literarische Welt hat versucht, ein Scherbengericht gegen Uwe Tellkamp in Form einer Umfrage unter Schriftstellerkollegen zu veranstalten. Ausgangspunkt war die kecke, weil durch keinerlei Fakten gestützte Unterstellung, der Suhrkamp-Verlag werde den neuen Roman des Dresdners womöglich nicht veröffentlichen. In einer Mail, die von der Welt an diverse Autoren verschickt wurde, heißt es, der Verlag zögere "offenbar", Tellkamps Roman 2021 herauszubringen, der oder die Angeschriebene möge sich doch bitte zu der Frage äußern, was sie davon hielten und wie sie zu Tellkamps "Positionen" stünden.     
 
"Faktisch forderte die Literarische Welt also Kollegen Tellkamps dazu auf, die Frage zu beantworten: soll/darf Tellkamp noch verlegt werden? Bis auf die Literarische Welt beziehungsweise die WamS, die das Ergebnis der 'Umfrage' am Sonntag veröffentlichte, stellte niemand diese Frage. Auch die Verlagsleitung von Suhrkamp nicht", notiert Alexander Wendt bei Tichys Einblick, wo der Fall gründlich decouvriert wird.

Das einzige belastbare "Offenbar" bestand wohl darin, dass die Welt den Kreis der Befragten offenbar auf "Intellektuelle" erweitern musste, da kein Schriftsteller bei diesem Tribunal auf die gewünschte Weise mitspielte; zumindest haben die Genossen Feuilletonisten niemanden gefunden, der die Ansicht kundtat, Tellkamp müsse ostrakisiert werden. Das blieb neben einer sinistren Figur wie Philip Ruch, dessen Expertise für Literarisches praktisch selbsterklärend ist, der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann vorbehalten, die sich über Tellkamps neuen Roman, von dem sie immerhin den Titel – "Lava" – und sonst keine Silbe kennt, bestens im Bilde befindet und dem Verfasser bescheinigt, er "mobilisiert gegen den demokratischen Rechtsstaat des wiedervereinigten Deutschlands. Wenn er tut, was der Titel des neuen Romans verspricht, nämlich glühende Lava über das Land zu gießen, dann wird man ihn daran nicht hindern können… Man muss sich allerdings fragen, durch welchen Vulkan, sprich Verlag, diese Lava sich ergießen soll. Es sollte nicht der Suhrkamp-Verlag sein, denn auch Verlage haben ihre Identität und ein Gesicht zu verlieren." Conclusio: "Zu einem Zeitpunkt, wo sich in der Gesellschaft Hass, Antisemitismus und Gewalt mit der Geschwindigkeit des Coronavirus ausbreiten, muss der Suhrkamp-Verlag keinen Brandbeschleuniger auf den Markt werfen."

Das ist nicht nur schlechtes Deutsch, sondern obendrein islamfeindlich. Ob Frau Assmann jenseits der Zurechnungsfähigkeits- oder bloß der Sittlichkeitsgrenze agiert, möge entscheiden, wessen Nüstern so unsensibel sind, in dieser intellektuellen Gülle noch Differenzen zu erschnüffeln.


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"Gott liebt den Erwerbstätigen."
Mohammed (Muhammad)


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Wie der soeben, aber noch lange nicht oft genug zitierte Alexander Wendt vor kurzem feststellte, lautet ein neues "Narrativ" der Guten, Edlen und Grünen, dass die Existenz von Gesinnungskorridoren ein rechtes Märlein sei; jeder könne sagen, was er wolle, er müsse nur darauf gefasst sein, dass ihm widersprochen werde. In den geflügelten Worten unserer Semantik-Granate von Kanzlerin: "Man muss damit rechnen, Gegenwind und gepfefferte Gegenargumente zu bekommen. Meinungsfreiheit schließt Widerspruchsfreiheit ein. Ich ermuntere jeden, seine oder ihre Meinung zu sagen, Nachfragen muss man dann aber auch aushalten."

Wendt hält lakonisch dagegen: Welcher, sagen wir: "Umstrittene" oder "Rechtspopulist" hätte sich je über Widerspruch beklagt? Bislang nicht einer. Als aktuelles Beispiel mag die Servus TV-Gesprächsrunde "Talk im Hangar-7" zum Thema "Unbequeme Meinungen" gelten. Gewissermaßen als Basis-Kandidat stand Thilo Sarrazin fest; ihm zu widersprechen lud der Sender u.a. den Spiegel-Journalisten Hasnaim Kazim, die österreichische Grünen-Politikerin Berîvan Aslan sowie die taz-Journalistin Sibel Schick ein (die unlängst twitterte: "Denkt paar Minuten darüber nach, wie geil euer Leben wäre, wenn sich Deutsche tatsächlich nicht mehr trauen würden, offen ihre Meinung zu sagen"). Doch alle drei lehnten es ab, mit Sarrazin zu diskutieren, das heißt, sie weigerten sich, dem Wunsch der Kanzlerin zu willfahren und den Häresiarchen mit gepfefferten Gegenargumenten einzudecken. Damit haben sie zweierlei bestätigt. Zum einen, dass die Behauptung, Rechte verkauften Widerspruch als Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit, bloß ein Narrativ der Linken oder Etablierten ist, die ihrerseits jeden Widerspruch von vornherein auszuschließen suchen. Zum anderen, dass die drei geistigen Schmalhänschen bzw. -gretlein immerhin schlau genug sind, um zu wissen, wo ihre intellektuellen Grenzen liegen und die Gefahr einer Blamage coram publico zu groß wird. Mit Sarrazin zu diskutieren, schrieb ein Twitterer an Kazim, als der sich auch noch mit seiner Absage zu brüsten versuchte, sei ja ungefähr so, als wenn man mit einer künstlichen Intelligenz streite; er verstünde das Schwanzeinkneifen des Schreibtischmaulhelden also durchaus. Überdies kann man sich bei Servus TV nicht wie im deutschen Fernsehen sicher sein, neben der Mehrheit der Diskutanten auch noch den Moderator und das Publikum auf seiner Seite zu haben.           


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Das Weltheilsplanoffenlegungshauptamt, Zweigstelle Hamburg, teilt mit:

ZeitGB


Wie niedlich im Sinne des Freudschen Versprechers, wenn der journalistische Volkssturm ein europäisches Land als "aufrührerische Kolonie" bezeichnet! Wie fröhlich die Brexitians bei aller Aufsässigkeit bleiben, demonstriert wundervoll die letzte Rede von Nigel Farage vor dem Kolonialparlament; am besten gefällt mir die Vorsitzende (ich habe keine Ahnung, wer das ist), repräsentativ für den neuen Typus Funktionärseuropäerin: verkniffen, freudlos, unfeminin, von den Grazien verlassen...

PS: "Sehr geehrter Herr Klonovsky, die herbe Dame am Präsidentenpult ist Maireed McGuiness, eine Irin. Vielleicht sollte sie gelegentlich mal ein Pröbchen von dem gleichnamigen Stoff zu sich nehmen."

Na, immerhin hat die spröde Lady vier Kinder. Ich nehme also ihr gegenüber 51 Prozent meiner Verallgemeinerungen zurück.

 

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Apropos: Eine Düsseldorfer Amtsleiterin hat via WDR erklärt, Deutschland könne sämtliche Mittelmeer-"Flüchtlinge" aufnehmen.


"Der Eilmeldungsdienst WDRforyou informiert in Deutsch, Englisch, Persisch und Arabisch mit Pushnachrichten hierher Geflüchtete aktuell in sozialen Netzwerken direkt auf Handy. Im Januar 2020 wurde dort ein Interview mit der Amtleiterin des Amtes für Migration und Integration in Düsseldorf, Miriam Koch, versendet. Darin weist Frau Koch darauf hin, dass Deutschland noch nicht genug Flüchtlinge habe und wirbt dafür, dass sich weitere Menschen aus Afghanistan und der Welt auf den Weg machen könnten, um nach Deutschland zu kommen. Düsseldorf und Deutschland hätten noch genug Kapazitäten."

Es ist der bekannte perverse Mechanismus: Irgendein Funktionär macht sich tendenzkonform wichtig und bringt auf anderer Leute Kosten seinen Heiligenschein zum Glänzen. Wenn wir in Rechnung stellen, dass etwa jeder zehnte der Willkommenen straffällig wird und acht von zehn sich nicht selber werden ernähren können, treibt diese Amtsleiterin letztlich Beihilfe zu Vergewaltigung, Raub, Köperverletzung, Diebstahl etc. sowie zur Enteignung der Deutschen über den Missbrauch der von ihnen finanzierten Sozialsysteme. Die nach Afrika und in den Orient gesendete Botschaft indes lautet: Deutschland öffnet für euch die Beine noch weiter.

Wiederholt und bei der Lektüre dieser Meldung von Neuem kam mir der Gedanke, es könne kein Zufall sein, dass die Öffnung bzw. Offenhaltung der Grenzen für vorwiegend junge exotische Männer von politischen Apparaten betrieben wird, in denen auffallend viele Frauen des erwähnten Typs beschäftigt sind: verkniffene, unattraktive, links sozialisierte, oft kinderlose Personen mit einer destruktiven Grundhaltung dem eigenen Land gegenüber, die sie durch Fernstenliebe kompensieren. Es ist deren versetzte und verkorkste Art von Weiblichkeit. Ein Land, das seine Grenzen perforiert, ist ein Land, das penetriert werden will, und das ist letztlich ein uraltes weibliches Bedürfnis (die Maiden durften vorzeiten ja darauf hoffen, nach der Eroberung der Stadt nicht wie die Männer erschlagen, sondern als fruchtbare Beute mitgenommen zu werden).

Auch wenn ein gewisser artverwandter Typus Frau öffentlich gern das Gegenteil behauptet, vielleicht weil zeitlebens niemand Lust auf sie verspürte:

Orgas


Grenzen dagegen werden von Männern errichtet. (Hier das aktuellste Beispiel: "Merkel hält neue Seenotrettung für sinnvoll – Kurz ist strikt dagegen".)


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Zum Vorigen merkt Leser *** an:

"Sie haben mit Ihrem Eintrag vom 4. Februar ein Phänomen angesprochen, welches mich insgeheim schon lange beschäftigt: Die Flüchtlingskrise sei im Kern auffallend weiblich. Ich bin in der Tat der Auffassung, dass diese sehr weiblich ist.

Die 'Fremdenliebe', das Bewundern des fremden, starken, exotischen Mannes (als potentiellen Kindsvater?).
(Ein Mann sieht hingegen nur Konkurrenz / mögliche Gefahr)
Das 'Bemuttern' und der ständige Glaube an ein 'der meint das ja nicht so' bei Straftätern als 'Kindsersatz'.
(Ein Mann sieht hier Gefahr und wünscht Strafe / Rache / Gerechtigkeit)
Dass dabei das 'Eigene' beschädigt wird, ist der Frau egal, so lange sie selbst beide oben genannten Gefühle ausleben kann.

Ich unterstelle, dass eine 'männliche' Regierung auf Schutz des Eigenen und die Einhaltung von Gesetzen bestehen, und 'Gefühlen' nur eine untergeordnete Rolle zukommen lassen würde. Insofern ist 'Gefühl' pures Gift für eine gesunde Gesellschaft; die weibliche  Erklärung des eigenen 'Gefühls' zur obersten Maxime (der Regierung) ist zudem eine nur nach Außen altruistisch wirkende, im Kern jedoch extrem egoistische Handlungsweise. Aber natürlich ist diese Zuschreibung nicht nur am Geschlecht festzumachen. Es gibt genügend Beispiele für sehr weibliche Männer in Machtpositionen.

Besonders pervers ist an dieser Situation, dass es gerade ('echte') Männer braucht, um diese Art der Politik durchzusetzen und ihr wenigstens den Anschein der Funktionstüchtigkeit zu geben. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie eine weibliche Polizei und eine weibliche Armee auch nur 5 Tage lang die öffentliche Ordnung aufrecht halten könnte, selbst wenn man das männliche Personal 1 zu 1 ersetzen würde. Als (restlos frustrierter und fassungsloser) Polizist in Berlin würde ich mir dieses 'Experiment' in der Tat einmal wünschen. Denn, wie sagt man so schön: lieber ein Ende mit Schrecken,..

Und das bitte, so lange ich noch körperlich fit genug bin."


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Wir werden täglich angehalten, den Hass und die Hetze zu verurteilen, dabei gibt es so viel Hassenswertes in 'schland, zum Beispiel die hasserfüllte Hetze auf bzw. gegen Regierungskritiker ("Aktivisten"), die sich mit der Forderung, die Kanzlerin möge ihren Posten räumen, in die Öffentlichkeit wagen.

Uta Ogilvie, die im Januar 2018 die Hamburger "Merkel muss weg"-Demonstrationen in Szene setzte und von einer Allianz aus Altparteien, Verfassungsschutz, Medien und Antifa denunziert, bedroht, gehetzt und von Letzerer tätlich angegriffen wurde, eine couragierte, intelligente und überdies attraktive Frau – ich bitte, diese Bemerkung auch im Zusammenhang mit der vorangehenden Notiz zu sehen, aber keineswegs vorwiegend –, schildert hier, wie sie zu dem Entschluss gelangte, gegen die Regierung zu protestieren, und was ihr seitdem alles passiert ist. In dieser halben Stunde erfährt man mehr über den Zustand von kein-schöner-Land als aus sämtlichen Steinmeier-Reden – gut, das ist geschenkt, dafür reicht eine "Sendung mit der Maus"; sagen wir also: aus sämtlichen Leitartikeln der FAZ vom vergangenen Jahr.    


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Ich habe hier vor ein paar Tagen den screenshot eines Facebook-Nutzers veröffentlicht, der wegen der Nennung des Namens Martin Sellner gesperrt worden ist (Acta vom 31. Januar); von solchen Blockierungen berichten sowohl Joachim Steinhöfel als auch eine Gastautorin bei Tichys Einblick; gestern schrieb mir ein Leser, er sei gesperrt worden, weil er einen Beitrag von mir über Sellner zitiert habe:

FBSell1

FBSEll2

173EF657C399482DBF80F084D0528C9F

Es stimmt also; allein die Erwähnung von Personen – sie müssen natürlich "rechts" sein – genügt, um bei Facebook zu verschwinden, gewiss unter dem keckernden Begleitgelächter von Heiko. Die Vermutung, das werde alles von Automaten erledigt, kann ich einstweilen nicht bestätigen; offenbar fällt am Ende ein Mensch die Entscheidung, nachdem ihm die Suchmaschinen den jeweiligen Fall vorgelegt haben, sonst wäre dieses kurze Comeback auch schon vom Schirm verschwunden:

Screenshot 2020 02 03 21.05.22

Schade eigentlich. Aber vielleicht wird's ja noch, wie manche Kommenatoren meinen; es müssten erst genügend Leute auf der Seite gewesen sein...


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Wenn die Genossen Journalisten und Kundschafter nicht wachsam bleiben, kommen überall die Nazis wieder hoch:

Naziiiiiii

Oder hier:

Naziiiii

Erst diskrimieren sie, dann fallen sie über die Welt bzw. die Weiber/die Doofen her. Wählen wir die umgekehrte Version!