Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Allerlei

Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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Karfreitag 2020


So leid es mir für die Gläubigen tut, es ist es doch zugleich gar nicht übel, dass die Funktionäre der beiden Jesus-Christus-NGOs heute in leeren Kirchen jene Predigten halten müssen, an die das Gros von ihnen doch nicht glaubt (aber Job ist halt Job, ich kenne das von den Journalisten), in der Gesinnungskitschagentur des Herrn Bedford-Strohm natürlich noch weniger als im Traditionsheuchelverein des Gevatters Marx. Aber seid getrost, Brüder in Christo, was aus den Katakomben kam, kann sich auch dorthin zurückziehen. Wo immer zwei – aber nicht drei, sonst kommt die Corona-Polizei! – in Seinem Namen versammelt sind, wird auch der Heiland sein; dafür braucht es keine Staatskirchenpfaffen. Und die Heiden toben so oder so.

Allerdings gibt es in den Kirchen wie gottlob überall die Sturköpfe, Quertreiber und Freigeister; einer gab unlängst der Neuen Zürcher Zeitung ein Interview, es möge hier als Karfreitagszauber stehen. Einstehen? Wunderwebend wirken.