Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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15. Mai 2020


Neue Schreibweisen:

Prophet*innen
Legionär*innen
Gladiator*innen
Rudersklav*innen
Schinder*innen ("Schinderhanneloren" – Leser ***; "Foltermagd" – Leser ***)
Kreuzritter*innen
Sklavenjäger*innen
Janitschar*innen
Haremseunuch*innen
Messerstecher*innen
Henker*innen
Salafist*innen
Samenspender*innen
Gliedvorzeiger*innen
Zuhälter*innen
Stehpinkler*innen
Raummörder*innen
Gruppenvergewaltiger*innen
Kidnapper*innen
Geisterfahrer*innen
Biederfrau und Brandstifter*in

"Patriarch*innen" (Freund ***)
"Invasor*innen"  (Leser ***)
"Hermaphrodit*innen" (Leser ***)
"Universalgelehrt*innen" (Leser ***)
"Bäuer*innenkriege" (Leser ***)
"V-Frauen" (Leserin ***)
"Jünger*innen" (Leser ***)
"Bombenentschärfer*innen" (Leser ***; "Für sie sollte es übrigens eine Quote geben.")


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Die Logik des Diskurses besteht im "zwanglosen Zwang des besseren, weil einleuchtenderen Argumentes". Indes: "Wahrhaftigkeitsansprüche können nur in Handlungen eingelöst werden." Also juxte Jürgen Habermas, der Erfinder des sozialen Wolpertingers "ideale Sprechsituation" (siehe Extrembeispiel; die Softversion gibt es bei Lanz oder Will).

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Apopos: Auf der Facebookseite von Alexander Wendt stieß ich auf dieses kurze Sequenz aus einem anderen Idealsprechsituationskreierclub, und erstmals hatte ich sogar Mitleid mit Herrn Minister Altmaier, der den Ausführungen dieses Dummchens mit bemühter Ernsthaftigkeit lauschte,

Weil man als Politikus
Doch den Menschen zuhör'n muss!

Hinter der Alabasterstirn von Kippings Katja stellte sich, derweil sie stillvergnügt in sich hineinlächelte, deutlich sichtbar der Gedanke ein: Die ist ja noch dämlicher als die Leute bei uns.

Dieses ahnungslose Fräulein schwätzt munter davon, was "wir" tun müssen, worüber "wir" keinesfalls sprechen dürfen und wie "unser" Leben in zwanzig Jahren aussehen wird – eine Konsequenz der Infantilisierung der westlichen Politik und Öffentlichkeit sind solche Gäste –; sie fordert weniger Individualverkehr und, damit zusammenhängend, den Wegfall von Arbeitsplätzen, etwa bei der Lufthansa, und sehnt sich nach wirtschaftlichen "Transformationen". Das Mädel heißt Carla Reemtsma, ist eine Verwandte von Luisa Neubauer und wie jene Sproß einer sehr wohlhabenden Hamburger Familie, das heißt, beide werden nie finanzielle Sorgen haben, weshalb ihre Geneigtheit, für "Transformationen" zu werben und dabei Arbeitsplatzschwund zu tolerieren, niemals mit dem Prinzip des skin in the game zusammenfallen wird. Warum, fragt Freund Wendt, gründet sie dann nicht selber ein Unternehmen, um die von ihr angekündigten "notwendigen Umbrüche" zu meistern, anstatt in Talkshows zu sitzen und über die Notwendigkeit des Wandels zu dozieren?


PS: Leser *** ist anderer Ansicht; er findet, "da die Familie Reemtsma als Lieferantin der Zigarettensonderrationen der Soldaten (Soldat*Innen würde man wohl heute sagen) auf jeden Fall zu den Gewinnlern des zweiten Weltkriegs gehörte – also Reemtsma = Nazi (wofür man sogar die Relotiusspitze bemühen kann) –, wäre es anständig, wenn die wohlstandsverwahrlosten Dekandenztussen auf ihre durch Schande generierten Familienanteile und Erben verzichten würden und bei Null anfangen. Warum soll sich ein ganzes Land in Erb- und Kollektivschuld wälzen, während Personen, die nun definitiv Vermögen geerbt haben oder davon profitieren, die im Dritten Reich entstanden sind, nicht darauf angesprochen werden?"


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Was macht eigentlich die Intelligenzpresse? Na dasselbe wie immer: Andere erst für dumm verkaufen und dann aufklären! In der taz schreibt der Journalist Andreas Speit, dem die Zeitgeistschrottsammelstelle bescheinigt, er gelte "als einer der besten Kenner der rechtsextremen Szene in Deutschland", über einen AfD-Landtagsabgeordneten, welcher unter Pseudonym publizierte (wahrscheinlich weil er nicht so mutig ist wie Speit) – und nur der nom de plume soll hier interessieren –:

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Der liberale Kotzebue, das ist ungefähr wie der liberale Friedrich von Gentz oder, um die Latte etwas niedriger zu hängen, der liberale Karl Eduard von Schnitzler. Tatsächlich hat Kotzebue den Liberalismus bekämpft, der sich weiland mit der Nationalbewegung überschnitt, und deswegen ist er auch von einem überschwänglichen Demokraten erdolcht worden. Aber wenn ein Experte für Rechtsextremismus das Wort "Burschenschaftler" hört, kann er seine pawlowschen Klassifizierungsreflexe wahrscheinlich nicht mehr stoppen.

Die zu Frankfurt nach ihrem Gebiss suchende Großmutter der taz klärt ihrerseits mit einem originell neuen Sprachbild auf, und es ist nur Zufall, dass wieder ein Mitglied der Schwefelpartei den Sturm zwar nicht losbrechen lässt, aber immerhin auf sich zieht vulgo erntet:

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Aber wer war Adolf Hitler?


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Mit einer gewissen Regelmäßigkeit weisen Wissenschaftler darauf hin, dass unser Klima mehr von der Sonnenaktivität abhängt als von den Treibhausgasen. Der Erde drohe "one of the deepest period of sunshine recession which could trigger long periods of cold, famine and other issues", lautet eine aktuelle Prognose; ein Astronom wird zitiert mit den Worten: "Solar Minimum is under way, and it’s a deep one."



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Leserbrief aus der Zeit von gestern (also natürlich aus der Zeit von morgen und übermorgen, nur eben der Ausgabe von gestern):

Leserbrief Zeit


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Neueste Nachrichten aus der Welt der Gut- und Bessermenschen.

Scheidung auf afghanisch mal ohne Frau: "A pro-refugee activist in France was found dead at his home after being murdered by the same 20-year-old Afghan migrant he had been sleeping with."

Daran anschließend eine wirklich anrührende Meldung: Ein linker Aktivist fühlt sich schuldig, weil ein somalischer Migrant, der ihn anal vergewaltigt hatte, zur Strafe abgeschoben wurde. Wo die Liebe hinfällt...