Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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27. September 2020


Difficile est saturam non scribere
– es ist schwer, darüber keine Satire zu schreiben –, heißt es bei Juvenal (der es bekanntlich dennoch oder gerade deshalb tat). Inzwischen wird es von Tag zu Tag schwieriger, in 'schland als Satiriker zu bestehen:


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Ein aus der Ärzte- und Ingenieursschar ragender schwarzer Leonardo bedankt sich bei Mütterchen Frost – Zeller? Stecken Sie dahinter?

Jenseits aller Satireüberbietung durch Realsatire wäre zu diesem Opus mehrerlei zu sagen. Zunächst einmal, dass Mutter Theresa eine fromme Frau war, die tatsächlich mit ihren eigenen Händen (und nicht zu Lasten anderer) sowie aus tiefer Überzeugung (und nicht aus Opportunismus, Verachtung und Angst vor schlimmen Bildern) ihren sogenannten Mitmenschen diente. Alsdann, dass dieses Bild etwas durchaus Typisches darstellt: Es sind ja vorwiegend herren- und kinderlose Frauen, die sich für die Migration einsetzen, die de facto eine Migration der jungen Männer ist (für mehr Migrantinnen setzt sich so schnell keine Frau ein, schon gar keine kinderlose). Das wäre ein phantastischer Stoff für ein Theaterstück, ob nun als Drama oder als Satyrspiel: die fortschrittliche, schon etwas vertrocknete, abends einsame, seit langem unbeschlafene und ihrem Aussterben entgegenblickende Frau, die ihre Fernstenliebe entdeckt, weil sie keine Nächsten hat, und am Ende von einem ihrer Heglinge schwer enttäuscht wird ("So was hat er ja noch nie gemacht!").  

Und last but not least, auch in memoriam Mia, Maria etc. pp., dass dieses Meisterinnen- und Meisterwerk des Huldigungskitsches historische Vorbilder hat:


VäterchenHoi ho


China ist jung


Ahimè!


PS: Es könne sein, notiert Leser ***, dass der Künstler in der Vorwegnahme der Zukunft weiter sei, als es zunächst den Anschein habe. 

Beim Gugeln nach Mutter Teresa sei er auf folgende Schilderung gestoßen: "Laut Robin Fox und Dave Hunt seien die Patienten im Sterbehaus vielfach auf primitiven Feldbetten in großer Zahl auf engstem Raum untergebracht und die Nahrungsversorgung sei nicht immer im nötigen Umfang gewährleistet gewesen. Etliche der dem Orden gespendeten Häuser waren ursprünglich gut ausgestattet, wurden aber auf Anordnung Mutter Teresas in Bezug auf äußerste Schlichtheit und Armut umgestaltet (unter anderem wurden vorhandene neuwertige Matratzen entsorgt). Auch sei nicht oder kaum geheizt worden. Hunt wirft ihr zudem fehlende Transparenz im Umgang mit den Medien, bei den Angaben über die Verwendung von Spendengeldern sowie die Verweigerung der Rückgabe illegaler Spenden vor. Außerdem seien Sterbende oft ohne deren Einverständnis getauft worden."


Ergäben sich da nicht "eine Menge Parallelen zur großen Transformation unseres Landes in ein Hospiz?", fragt ***. "Ein ordentlich ausgestattetes Land wird in (auch geistige) Schlichtheit und Armut umgestaltet, bald wird auch kaum noch geheizt werden (können), der Umgang mit Steuergeldern ist intransparent wie nie, und das sterbende Land wird zunehmend islamisiert."


PPS: Leser *** erinnert an dieses Titelbild des bekannteren der beiden bunten Hamburger Agitpropmagazine, das ich aus meiner Erinnerung verdrängt haben muss, sofern ich's je zur Kenntnis nahm. Gebastelt wurde es ganz zu Beginn der Zeit des freundlichen Gesichts.


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Die neue Version ist aber irgendwie farbiger.