Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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14. Dezember 2017


Kaum ein Tag vergeht, an welchem wir nicht in der Wahrheits- und Qualitätspresse mit neuen Ungeheuerlichkeiten über den Sexismus weißer Männer konfrontiert werden. Unter einem mit der Überschrift "Salma Hayek über Harvey Weinstein: 'Er war mein Monster'" betitelten Artikel – die Schauspielerin ist dort in einer dezidiert antisexistischen Pose abgebildet – hat Spiegel online diesen reizenden Pranger eingerichtet, wo sich der Leser durch die Belästigungs-Delinquenten aus dem überseeischen Showbiz und der amerikanischen Politik klicken kann, beginnend mit dem Schauspieler Ben Affleck, der vor 14 Jahren einer MTV-Moderatorin an die Brust gefasst und sich dafür entschuldigt hat – "Konsequenzen: keine bekannt" (Sex-Verbrechen verjähren nie!). Die Rubrik "Konsequenzen" ist hochinteressant, denn was viele Vorfälle eint, ist die Tatsache, dass sie welche hatten; in der Regel verlor der Beschuldigte seinen Job, und zwar ohne Beweisaufnahme oder Gerichtsurteil, nur aufgrund von Vorwürfen. Für die Zukunft weiblicher Karrieren ist das eine gute Nachricht. Job nicht bekommen? Ich bin belästigt worden! Rolle bekommen? Ja, aber erst nachdem ich belästigt worden bin! Kennen Sie den Witz, wo einer Blondine am Bankschalter mitgeteilt wird, dass ihre Kreditkarte nicht gedeckt sei? "Hilfe, ich bin vergewaltigt worden!" Sogar den alten George W. Bush haben sie dort gelistet, der heute 93jährige soll irgendwann, wahrscheinlich gab es damals die Sowjetunion noch, Frauen begrapscht haben. Also beim Führer gab es so etwas nicht!

Wissen Sie übrigens, was "wohlwollender Sexismus" ist? Bei der Zeit erfährt man’s: "Ich bekam zum Beispiel schon oft zu hören, dass Frauen doch so viel diplomatischer als Männer seien. Oder dass bei Umräumarbeiten im Büro ausschließlich Männer gebeten werden, Tische zu verrücken." Hier ist gut zusammengefasst, dass direkt nach der Biologie die Manieren für den Sexismus verantwortlich sind; deswegen ist es dem eigenen Vorankommen z.B. an der Universität förderlich, keine zu haben (und deswegen gibt es wahrscheinlich auch kaum echten Sexismus unter minderjährigen unbegeleiteten "Flüchtlingen" jedweden Alters).

Wer jetzt nach einer exakten Definition von Sexismus verlangt, ist wahrscheinlich männlich, will Frauen mit seinem Herrschaftsanspruch auf vermeintlich logische Argumentation demütigen und die Dunkelziffer leugnen. Aber wir haben ja die Fachpresse und das Fachpersonal für solche Fragen! Im Zeit-Interview gibt die Sozialpsychologin Charlotte Diehl – ausweislich ihres beigefügten Konterfeis übrigens eine aparte Person, was im neuen Gewerbe der Belästigungs-Detektorinnen ja eher ungewöhnlich und deshalb aus sexistischer Sicht festhaltenswert ist – Auskunft: "Sexismus heißt, Sie reduzieren eine Person auf ihr Geschlecht". Was ich nie getan habe oder tun würde, ich habe z.B. beim Mauseln, auch wenn es hektisch wurde, stets gedacht: Vergiss nicht, sie ist Lehrerin, Journalistin, Theologin, IT-Spezialistin, Grafikerin, Musikerin, Köchin, Ehefrau, die ist sogar promoviert (kaum zu glauben bei diesem Anblick!). Trotzdem will ich, sozialpsychologisch unterstützt, die These wagen, die ich einst keck Alice Schwarzer entgegenschleuderte: Sex ist sexistisch! Gerade wenn er gut wird! Ohne Sexismus stürbe die Menschheit aus. Aber womöglich bin ich zu pingelig. 

Unsere Sozialpsychologin hat übrigens auch promoviert, nämlich an der Universität Bielefeld zum Thema, na was schon?, sexuelle Belästigung. Momentan arbeitet sie an einem Handbuch "Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz", das sich "speziell an Personalverantwortliche" richtet. Lauschen wir ihr also, denn sie verkündet die Zukunft: 

"Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz handelt es sich bei jedem unerwünschten sexuellen Verhalten, das die Würde einer Person verletzt, um sexuelle Belästigung. Das können Berührungen und Blicke sein, aber auch Worte."

Blicke? Blicke! Die Kollegin trägt ihre Brüste auffällig zur Schau, der Mann muss hinschauen – erwischt! Abmahnung! Oder sie zeigt gar nichts zum Hingucken, und er schaut auch nirgendwo hin. Betriebsfriedensziel erreicht. Wenn er Pech hat, behauptet sie trotzdem: "Kollege K. hat mir auf die Brust geschaut!" "Aber Frau Prantl-Eckardt, Sie haben doch gar keine!" Zack, der Chef ist auch mit dran! (Einen pikanten Grenzfall erwünschten Brust-Anstierens finden Sie übrigens hier.)

"Sexismus entsteht oft, weil Männer Angst haben, ihre Aufstiegschancen mit Frauen teilen zu müssen. Und er ist ein Werkzeug, mit dem sie ihre Macht sichern können – weil sie ihr Gegenüber auf diese Weise einschüchtern. Es kann aber auch vorkommen, dass dem Kollegen tatsächlich nicht bewusst ist, dass sein Spruch gerade nicht in Ordnung war. Sexistische Verhaltensmuster sind oft auch unbewusst."

Frauen können inzwischen Macht erlangen mit der Unterstellung, Männer versuchten, ihre Macht mit sexistischem Verhalten zu sichern. Ich will hier keineswegs all den Tölpeln und plumpen Heinis ein Fest machen, die nicht wissen, wie sie eine Frau anzusprechen haben. Ich habe einige davon kennenlernen müssen, in den verschiedensten sozialen Mileus übrigens, und wahrscheinlich war ich dann und wann selber einer. Aber ich habe nie erlebt, dass die Frauen sich nicht dagegen zu wehren wussten, und in der Regel steht der Kerl dann als der Trottel da, der er offenbar ist. Es ist ja keineswegs so, dass sich "die Männer" gegen "die Frauen" zusammenschließen, auch in der Werkstatt nicht, sondern sie konkurrieren um deren Gunst. Mit einem treffenden Satz Martin van Crevelds: "Für jeden Mann, der jemals eine Frau unterdrückt hat, steht ein anderer bereit, sie zu befreien." Was wir gerade erleben, ist tatsächlich ein Machtkampf, einige engagierte Schwestern haben eine ideale Möglichkeit entdeckt, an die Jobs der Männer zu kommen, nämlich die Denunziation. Dieser Weg ist insofern ideal, als die Vorwürfe ja auch gelegentlich stimmen – die Kriterien für sexuelle Belästigung ("Worte", "Blicke") sind in den vergangenen Jahren dermaßen geändert worden, dass ich nicht "oft" schreiben mag; es ist wie das immer stärkere Absenken von Grenzwerten bei angeblichen oder tatsächlichen Umweltgiften. Wer nach oben will, musste zu allen Zeiten einiges aushalten, aber auch hier wollen einige mittelhochbegabte Mädels künftig den roten Teppich ausgerollt bekommen. Ich wünsche viel Glück. 

Merke: Wer einer Frau ein Kompliment macht oder ihr auch nur an der Tür den Vortritt lässt, reduziert sie auf ihr Geschlecht und ist also ein Sexist. Frauen sind dazu geschaffen worden, vom Mast der "Gorch Fock" zu fallen. Ende der Durchsage.  


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Mein Ältester studiert Physik an einer großen Münchner Universität. Etwa zehn Prozent der Studenten sind weiblich. Alle Proffs sind Männer. Hier können wirklich nur noch Quoten helfen.


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Zum Vorigen und zu dessen Illustration, ja Illumination noch eine Anekdote, die ich bereits am 27. Januar 2013 an dieser Stelle zum Besten gab: Hannah Arendt berichtete, dass ein junger Mann, dessen Namen sie diskret für sich behielt, in einem Pariser Hotelzimmer über sie hergefallen sei – wir sind in den späten 30ern, das Patriarchat herrschte und wütete außer von der Sitte noch durch nichts eingeschränkt –, wild an ihrer Kleidung gezerrt habe und all die schlimmen Dinge mit ihr vorzuhaben schien, die heute wahrscheinlich immer noch nicht dazu führen würden, dass eine wie sie sich bei #metoo zu Wort melden würde. Im Gegenteil, erzählte die vormalige Heideggerkopfverdreherin, sie habe den unwillkommenen Liebhaber zunächst "mit schallendem Gelächter" und, nachdem das nicht half, "mit ein paar Ohrfeigen" zur Besinnung gebracht. Freilich verzichtete sie darauf, die Sache an die große Glocke zu hängen, wahrscheinlich weil sie sich um ihre Karriere viel zu wenige Sorgen zu machen brauchte. Stattdessen kommentierte sie den Vorfall Jahre später mit den biologistischen, sexistischen, frauen-, schwulen-, transgender- und lesbenfeindlichen weisen Worten: "Männer können nur so. Müssen sie vielleicht auch! Oder die Frauen glauben ihnen nicht."   


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PS: Ich sehe gerade, dass Hadmut Danisch mir mit seinen Folgerungen zu dieser Problematik meilenweit voraus ist; wahrscheinlich bin ich immer noch zu romantisch und überlasse also ihm das Feld (hier).


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Zwei entlarvende Arten, den soeben veröffentlichten "Welt-Ungleichheitsbericht" zu interpretieren:
Auf der einen Seite, die ideologisierte, ja nahezu verhetzte Perspektive eines unkontrollierten, herrenlosen Bloggers: "Nirgends sind Einkommen so ungleich verteilt wie im Nahen Osten. Die Agitation gegen Israel dient arabischen Staaten vor allem zum Übertünchen ihrer sozialen Widersprüche" (hier).
Auf der anderen Seite der ausgewogene, sachliche Blick eines Qualitätsmediums: "Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren. – Weltweit hat die Einkommensungleichheit seit 30 Jahren zugenommen, besonders rasant in den USA, China, Indien und Russland" (hier).


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In seiner Rede in Warschau am 6. Juli 2017 sagte Donald Trump unter anderem:

"We write symphonies. We pursue innovation. We celebrate our ancient heroes, embrace our timeless traditions and customs, and always seek to explore and discover brand-new frontiers. We reward brilliance. We strike for excellence, and cherish inspiring works of art that honor God. We treasure the rule of law and protect the right to free speech and free expression. We empower women as pillars of our society and of our success. We put faith and family, not government and bureaucracy, at the center of our lives. And we debate everything. We challenge everything. We seek to know everything so that we can better know ourselves.

And above all, we value the dignity of every human life, protect the rights of every person, and share the hope of every soul to live in freedom. That is who we are. Those are the priceless ties that bind us together as nations, as allies, and as a civilization.What we have, what we inherited from our -- and you know this better than anybody, and you see it today with this incredible group of people – what we've inherited from our ancestors has never existed to this extent before. And if we fail to preserve it, it will never, ever exist again. So we cannot fail."

Zu deutsch: "Wir schreiben Symphonien. Wir streben nach Neuem. Wir feiern unsere alten Helden, schätzen unsere zeitlosen Traditionen und Bräuche und versuchen, immer neue Grenzen zu überschreiten. Wir belohnen herausragende Leistungen. Wir streben nach Exzellenz und schätzen inspirierende Kunstwerke, die Gott zur Ehre gereichen. Wir schätzen den Rechtsstaat und schützen das Recht auf freie Meinungsäußerung. Wir stärken Frauen als Säulen unserer Gesellschaft und unseres Erfolgs. Wir setzen Glauben und Familie, nicht Regierung und Bürokratie, in den Mittelpunkt unseres Lebens. Wir diskutieren über alles. Wir fordern alles heraus. Wir wollen alles wissen, damit wir uns besser kennenlernen können.

Und vor allem schätzen wir die Würde jedes menschlichen Lebens, schützen die Rechte jeder Person und teilen die Hoffnung jeder Seele auf ein Leben in Freiheit. Das ist es, wer wir sind. Das sind die kostbaren Bande, die uns als Nationen, als Verbündete und als Zivilisation vereinen. Was wir haben, haben wir von unseren Vorfahren geerbt, dieser unglaublichen Gruppe von Menschen, und so etwas hat es in diesem Maß noch nie gegeben. Und wenn wir daran scheitern, es zu bewahren, wird es nie wieder existieren. Also dürfen wir nicht scheitern."

Ich kann mich an keinen westlichen Politiker erinnern, der in den vergangenen Jahrzehnten so dezidiert darauf hingewiesen hat, wie einzigartig, kostbar und zugleich unwahrscheinlich die abendländische Zivilisation ist, dass nur sie das Recht des Individuums auf Selbstbestimmung, die individuelle Freiheit und den Rechtsstaat hervorgebracht hat, dass nur der Westen die Gleichberechtigung kennt und als deren Voraussetzung die privilegierte Frau – die Dame – erzeugt hat (während die Frau in Afrika, Asien und im Orient eher als eine Kombination aus Lastesel und Gebärmaschine gilt), dass die westliche Zivilisation für die industrielle Revolution verantwortlich ist, dass das heutige Level der Technik und der exakten Wissenschaften ausschließlich vom Westen geprägt worden ist (auch wenn praktisch alles zuerst von den Arabern und zuweilen auch den Chinesern erfunden wurde), zu schweigen von der abendländischen Hochkultur, ihrer Musik, ihrer Literatur, ihren Palästen, Theatern und Kathedralen. Ja, und nur der Westen hat einen Sozialstaat hervorgebracht. – All das wird derzeit durch die Bundesregierung, durch die EU, durch die entfesselten Teile der Finanzwirtschaft, durch Globalisten vom Schlage der Frau Clinton und des Herrn Soros mit einer hemmungslosen Förderung einer No-Border-One-World, mit der Anzettelung einer globalen Osmose zum ausschließlichen Nutz' und Frommen einer Handvoll Global Player in ihren Gated Communities aufs Spiel gesetzt. Trump spricht aus, wie hoch der Einsatz ist. Allein dafür sei der Mann gepriesen. Dass diese Worte in Warschau fielen, besitzt eine gewisse Symbolik: Die Polen immerhin scheinen begriffen zu haben, dass kulturelle Selbsterhaltung wichtiger ist als ein paar Brosamen von der bereits ziemlich abgespeisten EU-Tafel, die ohnehin nur für die Beherbergung von kulturfremden Vollversorgungsforderern, also zur Finanzierung einer in Westeuropa zu besichtigenden schleichenden Selbstzerstörung abfallen.   


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In seiner ebenso eindrucksvollen Jerusalem-Rede sagte Trump: "1995 verabschiedete der Kongress das Jerusalem Embassy Act, in dem die Bundesregierung aufgefordert wurde, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen und anzuerkennen, dass diese Stadt und das aus wichtigen Gründen, die Hauptstadt Israels ist. Diesen Beschluss verabschiedete der Kongress mit überwältigender überparteilicher Mehrheit. Und er wurde erst vor sechs Monaten durch einstimmiges Votum des Senats bestätigt. Doch seit über 20 Jahren erneuert jeder frühere amerikanische Präsident die Verzichtsmöglichkeit des Gesetzes und weigert sich, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen oder Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. (...) Nach mehr als zwei Jahrzehnten des Verzichts sind wir einem dauerhaften Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern nicht näher gekommen. Es wäre töricht anzunehmen, dass die Wiederholung der exakt gleichen Verfahrensweise nun zu einem anderen oder besseren Ergebnis führen würde. (...) Israel ist eine souveräne Nation, die wie jede andere souveräne Nation das Recht hat, ihre eigene Hauptstadt zu bestimmen. Die Anerkennung dieser Tatsache ist eine notwendige Voraussetzung für die Erreichung des Friedens. (...)

Jerusalem ist heute ein Ort und muss es bleiben, an dem Juden an der Westmauer beten, an dem Christen die Stationen des Kreuzweges gehen und an dem Muslime in der Al Aqsa Moschee beten. Doch während all dieser Jahre haben Präsidenten, die die Vereinigten Staaten repräsentieren, es abgelehnt, Jerusalem offiziell als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Tatsächlich haben wir es abgelehnt, irgendeine israelische Hauptstadt überhaupt anzuerkennen. Aber heute erkennen wir endlich das Offensichtliche an. (...)

Diese Entscheidung soll in keiner Weise eine Abkehr von unserem starken Engagement zur Förderung eines dauerhaften Friedensabkommens widerspiegeln. Wir wollen ein Abkommen, das sehr viel für die Israelis und sehr viel für die Palästinenser bedeutet. Wir nehmen keine Stellung zu Fragen des endgültigen Status, einschließlich der spezifischen Grenzen der israelischen Souveränität in Jerusalem oder der Auflösung der umstrittenen Grenzen. Diese Fragen sind Sache der Beteiligten. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor fest entschlossen, einen Beitrag zur Erleichterung eines Friedensabkommens zu leisten, das für beide Seiten akzeptabel ist. (...)

In der Zwischenzeit rufe ich alle Parteien auf, den Status quo an den heiligen Stätten Jerusalems aufrechtzuerhalten, einschließlich des Tempelbergs, auch bekannt als Haram al-Sharif. Unsere größte Hoffnung ist vor allem der Frieden. (...) Der Friede ist niemals jenseits des Fassungsvermögens derjenigen, die ihn erreichen wollen. Deshalb rufen wir heute zur Ruhe, zur Mäßigung und zur Toleranz auf, damit sich die Stimmen der Toleranz gegenüber denen, die Hass verbreiten, durchsetzen. Unsere Kinder sollen unsere Liebe erben, nicht unsere Konflikte. (...)

Der Nahe Osten ist eine Region, die reich an Kultur, Geist und Geschichte ist. Die Menschen dort sind brillant, stolz und vielfältig. Pulsierend und stark. Doch die großartige Zukunft, die diese Region erwartet, wird durch Blutvergießen, Unwissenheit und Terror in Schach gehalten. (...) Es ist an der Zeit, dass die vielen, die den Frieden wollen, die Extremisten aus ihrer Mitte vertreiben. Es ist an der Zeit, dass alle zivilisierten Nationen und Menschen auf Meinungsverschiedenheiten mit einer begründeten Debatte und nicht mit Gewalt reagieren. Und es ist an der Zeit, dass junge und gemäßigte Stimmen aus dem gesamten Nahen Osten für sich selbst eine strahlende und schöne Zukunft beanspruchen. Deshalb sollten wir uns heute auf einen Weg des gegenseitigen Verständnisses und des Respekts begeben. Überdenken wir alte Annahmen und öffnen wir unser Herz und unseren Geist für das Mögliche und Mögliche. Und schließlich fordere ich die Führer der Region auf, sich uns bei der edlen Suche nach einem dauerhaften Frieden anzuschließen, und zwar politisch und religiös, israelisch und palästinensisch, jüdisch, christlich und muslimisch. Ich danke Ihnen. Gott segne Sie. Gott segne Israel. Gott segne die Palästinenser und Gott segne die Vereinigten Staaten."

"Gott segne die Palästinenser" – ein Satz, der in den zahllosen Lücken der gleichnamigen Presse beinahe zur Gänze verschwunden ist...