Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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23. Mai 2018


"Die Demokratie ist die politische Regierungsform, in der der Bürger ...

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"... die öffentlichen Interessen denjenigen anvertraut, denen er niemals seine privaten Interessen anvertrauen würde."
Nicolás Gómez Dávila


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Auf mehrfache Nachfrage: Der vierte Band der Acta diurna – er wird den Titel "Bunt wie ein Niqab" tragen, mit Anmut hoffentlich – soll nach Aussage der Druckerei innerhalb der nächsten acht Tage ausgeliefert werden. Der Verlag nennt auf seiner Webseite den 14. Juni als Erscheinungstermin. Höchstens noch zwanzigmal schlafen!


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"Fluchtursachen beseitigen": andere Formel für "Merkel muss weg!"


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Der Aalener Pfarrer Wolfgang Sedlmeier hat in seiner Pfingstmesse in der Marienkirche ein Kopftuch getragen. Er wollte damit "ein Zeichen setzen" gegen die Rede der AfD-Bundestagsabgeordneten Alice Weidel. Diese Courage! Dieser Mut! Ach hätten sich nur halb so viele Pfarrer dem Dritten Reich entgegengestemmt, wie heute gegen das drohende vierte "Gesicht zeigen", wir müssten eventuell völlig neu durchzählen!


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Und immer weiter mit den Zeugnissen des humanitären Abwehrkampfes gegen den Missbrauch des Pluralismus. "Der Schriftsteller*innenverband erwägt den Ausschluss von AfD-Mitgliedern. Es ist nötig, die Freiheit des Wortes zu beschränken, um sie zu bewahren", verkündet der Kinderstürmer aus Kreuzberg, um sich selbstredend auf die Seite der Freiheitsbeschränker zu schlagen: "AfD-Mitglieder stehen konträr zu einer solidarischen Kultur unter Wortarbeiter*innen, unabhängig von ihrer Herkunft, und somit zur Satzung des Verbands. Auch darum sollten sie nicht auf die Struktur, auf Gelder und den Namen zurückgreifen oder sich damit tarnen können. Eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband für Schriftsteller*innen kann als Qualitätsmerkmal und Zeichen für Weltoffenheit und fortschrittliches Denken gewertet und damit von AfD-Mitgliedern als Etikett verwendet werden."


Davon abgesehen, dass dieser Verein als Unterabteilung der Gewerkschaft ver.di auf Struktur, Gelder und Etiketten zurückgreift: Ein Schriftstellerverband ist beinahe so rührend wie ein Aphoristikertreffen oder ein Philosophenkongress. Dort versammeln sich all diejenigen, die nicht schreiben können, aber davon leben müssen. Wer von diesen Figuren ausgeschlossen wird, hat im Grunde nur ein Problem, nämlich zu erklären, wie er dort jemals hineingeraten konnte.


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Die Webseite wienkultur.info teilt mit: "Wien war Weltmusikhauptstadt und Hochburg für Komponisten. Haydn, Mozart, Beethoven prägten ihre Zeit mit Opern, Festen und Konzerten, wie Elvis, Michael Jackson und Justin Bieber die ihre." Fällt das noch unter Problembewusstsein?


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Aus unserer Reihe "Schutz suchen vor Schutzsuchenden": Ein 26-jähriger Asylbewerber hat in einem Flüchtlingsheim in der Nähe von Berlin versucht, einen Wachmann zu töten. "Es war um die Mittagszeit, als ein Wachmann in dem Heim in der Jühnsdorfer Straße den Somalier in seinem Zimmer aufsuchte und ihn aufforderte, seine Musik leiser zu stellen", heißt es in einem rbb-Bericht. "Daraufhin soll der Mann den Angestellten erst geschlagen haben; kurz darauf zog er laut Staatsanwaltschaft ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge. Mit den Worten 'Ich umbringen dir' soll er sich auf den Wachmann gestürzt und mehrfach direkt auf den Hals gezielt haben." Der Wachmann wurde an Brust, Unterarm und Hand verletzt. "Er trug nur deshalb keine schwereren Verletzungen davon, weil er seit zwanzig Jahren Kampfsport betreibt", sagte ein Gerichtssprecher.

Der Asylbewerber war wegen seiner Aggressivität bereits aus einem anderen Heim komplimentiert worden; einen Messerangriff hatte er auch schon auf dem Kerbholz. "Mehrfach hatte ihn die Polizei schon festgenommen, doch stets wieder freigelassen. Keiner wollte mit ihm das Zimmer teilen – die Mitbewohner hatten Angst." Während unsere Gutchen glauben, eine solche Mentalität ließe sich mit einem Integrationskurs ins Verträgliche umzaubern – Alle Menschen sind gleich (gut)! –, sickern immer neue zweibeinige Zeitbomben (wenn dieses Bild trotz der von ihnen bevorzugten Schlag- und Stichwerkzeuge erlaubt ist) hier ein und produzieren immer neue zu tolerierende Opfer.

Welche Pointe fehlt noch? Na klar doch, unser Goldstück weilte zum Zeitpunkt der Tat mehr als drei Jahre dezidiert illegal in Deutschland. Im Mai 2014 war sein Asylantrag rechtskräftig abgelehnt worden.


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Ist es nicht herrlich – das Schweigen der Transatlantiker?