Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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29. Mai 2018


Heute jährt sich die – zumindest die verbürgte – Erstbesteigung des Mount Everest durch Edmund Hillary und Tensing Norgay, die am 29. Mai 1953 den höchsten Gipfel der Erde erklommen haben.

Es gibt freilich Dinge, die sogar unsereins glauben möchte. 1999 fand man 700 Meter unterhalb des Gipfels den gut erhaltenen Leichnam von George Mallory, der am 8. Juni 1924 beim Versuch, den Everest über den Nordostgrat zu besteigen, verschollen war. Obwohl der Brite als der beste Bergsteiger seiner Zeit galt, ist man heute gemeinhin der Ansicht, dass er den sogenannten Second Step nicht überwinden konnte und umkehren musste (heute sind dort Leitern installiert). Als spleeniger Brite hatte es sich Mallory in den Kopf gesetzt, den höchsten aller Berge zu bezwingen – auf die Frage, warum, gab er die unsterbliche Antwort: "Weil er da ist" –, und er gehörte einer Generation von Kletterern an, denen das Hinaufkommen wichtiger als die Rückkehr war. Er trug stets ein Foto seiner Frau Ruth am Körper, das er am Gipfel des Everest ablegen wollte. Am Leichnam, dessen Vorderseite nach unten lag, hat man zwar einen Brief von Ruth gefunden, aber das Bild nicht ...