Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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15. November 2018


Sie: "M., dieser selbsternannte Schriftsteller!"
Er: "Aber wer ernennt Schriftsteller? Das Kultusministerium? Die Reichsschrifttumskammer?"
Sie: "Das Finanzamt."


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Beim Bezahlen eines Wiener Schnitzels, für welches in Münchner Gastwirtschaften heuer 20 Euronen fällig sind, erinnerte ich mich an einen Wirtschaftssachbuchautor, der vor der Einführung des Euro prophezeit hatte, die neue Währung werde, obwohl angeblich doppelt so viel wert, genau eins zu eins umgetauscht und diene den Staaten nur zur indirekten Schuldentilgung. Inzwischen ist ein Euro weniger wert als eine Mark, nicht nur bei Tische; für meine erste Münchner Wohnung, drei Zimmer mit Riesenbalkon in Schwabing, zahlte ich 1.700 Mark kalt, für 850 Euro bekommt man heute dort kaum ein Appartement. Aber auf die Vergesslichkeit der Untertanen kann sich die Politik immer verlassen. 



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Die vornehmste Aufgabe der christlichen Kirchen und ihrer Spitzenpfaffen Marx, Wölki, Bedford-Strom besteht heute darin, im Namen des toleranten Vaters, des mutmaßlichen Sohnes und des heiligen Dingens die Christenverfolgung der Gegenwart zu beschweigen und in kultursensibler Stummheit zu erdulden.