Friede den Gemeinplätzen -- Krieg den Moden!

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Wer Selbstzweifel hegt, kennt die Wonnen des Sich-Benachteiligtfühlens noch nicht.

 

Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. 

 

Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.     

  


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16. November 2018



"Jeder, der in der Gesellschaft etwas bewirken will, freut sich, wenn er einen Rattenfänger findet, der die Jugend verführen kann. Natürlich sagen die nicht 'verführen', sondern 'aufklären', 'erziehen' und 'verbessern' und 'veredeln' nach ihrem Bild. Ein anderes haben sie ja nicht. Und wenn das dann nicht funktioniert, dann sind sie menschlich enttäuscht, sauer, wütend und wenn es immer noch nicht hilft, werden sie eben rabiat."
Wolf Biermann, 1976

 "... bis alles gleich, weil alles niedrig" ist (Grillparzer).


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Mein Schwiegervater verwendet für politische Talkshows ein russisches Wort, dass sich schwer eins zu eins ins Deutsche übertragen lässt: Es beschreibt das Aufeinander-Einbellen von Straßenhunden...


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"Der Lungenfacharzt und ehemaliger Präsident des deutschen Pneumologen-Verbandes Prof. Dr. Dieter Köhler zweifelt die viel zitierten Studien massiv an, die die Gefahren durch Stickoxide in den Städten belegen wollen. Die EU-Grenzwerte für Stickstoffoxid und Feinstaub seien in keiner Weise gesundheitsgefährdend, in Deutschland sei noch kein Mensch durch Stickoxide gestorben. Trotz Diesel. Auch andere Experten stützen Köhlers Thesen. Etwa Prof. Martin Hetzel, Chefarzt einer Lungenfachklinik in Stuttgart, der für hunderte Patienten verantwortlich ist. Auch er hält die Diskussion um giftige Dieselabgase für reine Panikmache"; jeder Raucher schlucke ungleich größere Dosen (mehr hier).


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Es gibt Gegenden, in denen machst du besser keine Fotos; man könnte dich sofort für einen Rassisten halten.


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Jedes Jahr müssen Bewerber für ein dpa-Volontariat diesen "kniffligen Wissenstest" absolvieren, dem sich zumindest eines entnehmen lässt: Ein irgendwie systematisches politisches und historisches Wissen ist unter den Kandidaten nicht gewünscht. Was aus Sicht der Agentur logisch ist, denn Menschen mit einem solchen Wissen machen nur Probleme. Am besten gefällt mir die Frage: "Was haben 'Magna Charta ... Holy Grail' und '4:44' gemeinsam?" Antwort: "Es sind Alben von JayZ". Was auch sonst.


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Interessanter Text von Martin Lichtmesz über den Zusammenhang von Ethnie und Wahlenverhalten in den USA. Lichtmesz erklärt, warum der Kampf um die demographische Zusammensetzung der Vereinigten Staaten ein Kampf "um die nackte politische Macht" ist; der Kernsatz lautet: "Überall dort, wo Weiße in der Minderheit sind, gewinnen nahezu automatisch die Demokraten." Die Weißen werden durch Migration nicht nur tendenziell verdrängt, sondern praktisch abgewählt, und dieser Trend steht erst ganz am Anfang. Nun könnten Optimisten sagen, das sei ganz egal, systemisch bedeute das keinen Unterschied, solange das Recht, der freie Markt, die Gewaltenteilung weiter bestünden, werde die ethnische Veränderung derer, die diese Strukturen bilden, nichts Grundlegendes verändern, und eines Tages werden sich auch die verschiedenen Ethnien in der Parteienlandschaft nahezu in Gleichverteilung wiederfinden. Pessimisten werden dagegenhalten, dass ja auffällig viele Migranten jene Parteien präferieren, die ihnen nicht Freiheit, sondern Alimentierung verheißen, denen an der Marktwirtschaft nicht wirklich gelegen ist und die das Recht durchaus in den Dienst einer autoritären sozialistischen Weltverdelung stellen wollen, wie sie ohne Umverteilung, Enteignung und Meinungsfreiheitsbeschränkung nicht funktioniert. – Was mich betrifft: Ich fürchte, dass sowohl der Sozialismus als auch der Rassismus noch große Zeiten vor sich haben.


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"In Belgien werden immer mehr Weihnachtsmärkte zu 'Wintermärkten' umbenannt, berichten örtliche Medien. Die Umbenennung soll bereits in Brüssel, Antwerpen, Gent und Hasselt und sogar in Brügge stattgefunden haben. Laut den Organisatoren sei dies aus Rücksicht gegenüber Andersgläubigen geschehen – man wolle diese nicht brüskieren" (weiter hier). Man sollte in Berlin, Dresden etc. rasch nachziehen. Da werden die in statu nascendi ausharrenden Nachahmer von Anis Amri dumm aus der Wäsche schauen!



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"Spiegel fällt mit 'Revolution' auf drittniedrigsten Kiosk-Verkauf aller Zeiten, Focus erneut unter 50.000" (hier): Mediensterben von seiner schönsten Seite, um einen bedeutenden deutschtürkischen Dissidenten zu zitieren...



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"ZDFzeit Türken und Deutsche ... in letzter Zeit knirscht es öfter zwischen den ungleichen Nachbarn. Warum tun sich beide Seiten so schwer?" (hier): Ich nehme Wetten an, dass Poggenburgs "Kameltreiber" thematisiert werden. Ob aber auch die "Köterrasse" vorkommt?